Die Musiktiere vom 06.08.2026
Shownotes
Daher gibt es statt einer normalen Musiktiere-Sendung heute mal eine kleine Zeitreise: Die musikalischen Meilensteine aus dem Leben von Rahel und Maike. Ihre All-time-Classics über die ihr die beiden noch eine bisschen mehr kennenlernt :-)
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00:00:00: Über Geschmack kann man streiten.
00:00:07: Ja, es ist Donnerstag, es sind siebzehn Uhr und das heißt es ist eigentlich Zeit hier für die Musiktiere wie wir's auch gerade im Open da gehört haben, die wir ja meistens zu viert mindestens aber zu dritt moderieren, da zurzeit aber gerade Urlaubshalt ist, sind wir heute nur zu zweit.
00:00:21: Hallo Rahel!
00:00:23: Wir sind die beiden Verbliebenen heute hier im Studio.
00:00:26: Vor zwei Wochen hatten Hannes und Jan das gleiche Problem.
00:00:29: Da waren die beiden zu zweit, da haben sie sich eine schöne Idee überlegt.
00:00:33: Statt den Musik-Tieren haben Sie sich gegenseitig ihre Alltime Classics
00:00:37: vorgestellt.".
00:00:38: Ich konnte es leider nicht hören!
00:00:39: Ich war ja am Urlaub.
00:00:40: Hast du's gehört?
00:00:41: Ja ich habe reingehört.
00:00:42: Es war ne sehr coole Sendung finde ich und auch coole Songs dabei.
00:00:47: Und deswegen dachten wir Knüpfen jetzt heute so ein bisschen ... dran an.
00:00:52: Wir haben heute auch unsere Alltime Classics mitgebracht und zwar so ein bisschen bezogen, Ja, auf verschiedene Phasen unseres Lebens.
00:01:00: Ich bin da ganz gespannt was wir jetzt mitgebracht haben oder mitbringen werden weil uns trennen ja immerhin zwanzig Jahre und du bist in der Schweiz aufgewachsen ich in Deutschland.
00:01:10: also da ist der Einfluss schon anders!
00:01:12: Ich bin gespannt ob wir unsere Songs überhaupt gegenseitig kennen wer nicht?
00:01:15: Ist das sowohl für uns als auch für euch da draußen eine bestimmte sehr spannende Sache.
00:01:19: Also seht es doch so ein bisschen mal hier als ein musikalisches persönliches Kennenlernen Für euch?
00:01:25: Genau, ich bin auch gespannt ob einige Leute dann auch so diese Banger kennen oder vielleicht auch was damit verbinden.
00:01:32: Das nachfühlen können als
00:01:33: wir so
00:01:33: fühlen ne Dann liegt doch gleich mal los mit deinem ersten Song.
00:01:37: Ja also mein erster Song kommt zwar aus meiner Kindheit auch weil beide meine Eltern.
00:01:41: bei uns gab es immer super viel Musik.
00:01:44: Also beide haben sehr viel Musik gehört und auch gemacht.
00:01:46: das ist meine Mama zumindest Und die waren auch so sehr Kreuz und Quer.
00:01:51: Also es war sehr schwierig für mich da zu entscheiden, was ich da mitnehme.
00:01:55: Aber eine Band hat meinen Papa immer gehört und die kennst du vielleicht?
00:01:58: Das ist so ein deutsch-französisches Restour, Stereo total!
00:02:01: Ja also... Ich kenne mich jetzt nicht im musikalischen Reportoir aus, ich hab's vom Namen her gehört und hab' so n bisschen im Ohr aber.
00:02:08: Die lief bei uns immer sehr oft und ich habe das als Kind so geliebt.
00:02:11: Ich bin dann immer durch die Wohnung gerannt und es war so ein Freiheitsgefühl für mich Und die haben immer deutsch-französische Texte auch.
00:02:19: Es ist François Cactus und Brezel Göring.
00:02:26: Okay, Göring ist nicht so ein schöner Nachname aber...
00:02:28: Aber Brezel ist schon ganz ikonisch!
00:02:31: Ja und ich finde die beiden sind auch so ikonischer als Paar.
00:02:34: Die haben über drei Jahrzehnte zusammen Musik gemacht und auch zusammen gelebt.
00:02:40: Ich find' die Texte, die sie haben, sind immer humorvoll Und ein bisschen frech auch und auch sehr feministisch.
00:02:46: Das hat mich, glaube ich, auch ein bisschen geprägt weil das bei uns immer zu Hause so lief.
00:02:51: Ein Song habe ich jetzt dabei der heißt Wenn Ich Ein Junge Wär'.
00:03:01: Das wäre halt so schwer, wenn ich ein Junge wär.
00:03:19: Nur wenn Tino-Tino Team mich küsst und wenn Teno-Tinno lieb zu mir ist wird bei Tino Tino Team nur mir klar eine Piccolina Carina Bambina Sisi Signorina Susanne Ist wunderbar Wenn ich ein Junger wär Lina Carena Bambinas Sisi Sisi.
00:04:42: Das war ein Stereototal mit Wenn Ich Ein Junge Wär'n.
00:04:47: Sehr, sehr lustig!
00:04:48: Kann ich mir auch so richtig vorstellen dass das so ein Song ist dem man als Kind gut findet.
00:04:51: und wie du schon meintest?
00:04:52: Ich hab dich bildlich vor Augen wie du nicht die Wohnung oder das Haus hobst und dazu mitsingst.
00:04:57: Ja wenn ich ein Jung
00:04:58: wär'.
00:04:59: Hast Du dir denn manchmal gewünscht ein Junge zu sein?
00:05:01: Ja ich glaub schon als ich klein war also ich bin halt aufgewachsen nur mit Jungs.
00:05:05: Also ich hatte nur Cousins Und einen Bruder und ich glaube das hat mich auch geprägt Und gleichzeitig glaube ich schon auch so ein bisschen, ja... Ich war halt nicht das klassische Mädchen und das hat dann... War auch schwierig für mich manchmal.
00:05:19: Aber ich glaube auch bei dem Text ist es die Vorstellung dass man irgendwie freier ist als Junge, dass man sich mehr erlauben kann.
00:05:27: Das was ich einen Stereotortalstext immer schätze ist, dass sie so frech und witzig sind aber gleichzeitig auch gesellschaftskritisch und immer so sehr selbstbewusst drüber kommen.
00:05:38: Also ich finde halt François ist eine sehr einnehmende Persönlichkeit, und leider ist sie dann halt auch in den Jahr- und zwanzig gestorben an Brustkrebs – und das hat mich echt mitgenommen als ich musste kurz weinen irgendwie… Auch wenn ich jetzt ja sie nie gekannt hatte aber es hat mich irgendwie so begleitet!
00:05:58: Und ja, jetzt machen Sie halt keine Musik mehr leider...
00:06:02: Ich würde jetzt weitermachen und es erstaunt mich, dass es dann doch parallel zwischen unseren beiden Kindheitssongs gibt.
00:06:08: Und zwar habe ich auch einen Duo mitgebracht ein Mann eine Frau und auch hier ist die Sängerin leider an Krebs verstorben.
00:06:15: Ja, erstaunlich.
00:06:18: Mein Duo ist aber deutlich älter und würde jetzt wahrscheinlich heute eher so als guilty pleasure rüberkommen Aber es war tatsächlich also bei mir ist die kinder dir schon ein bisschen länger her Und das erinnere ich aber noch dass das wirklich die erste musik war die richtig richtig richtig viel gehört habe auch Die erste kassette damals noch die ich halt hatte von einem album und die Ich dann immer per walkman damals auch noch im auto gehört hab.
00:06:43: und obwohl ich zu der zeit Kein Englisch konnte dann trotzdem alle Texte mitgesungen haben.
00:06:48: Mittlerweile kenne ich die Texte natürlich und kann sie immer noch mitsingen, würde ich sagen... Ob's jetzt alle Lieder dieser Platte sind weiß ich nicht!
00:06:55: Und zwar ist die Rede von Rockset!
00:06:57: Ah ja klar!
00:06:59: Und es war hatte ich das Album Joy Ride aus dem Jahr nineteenundneunzig auf tape.
00:07:04: da war ich halt zehn und einer von diesen vielen Songs, die ich da mal mit gesungen habe.
00:07:10: Es ist gar nicht so ihr größter Hit oder bekannteste Song aber der macht mir immer noch gute Laune.
00:07:15: Meine Kinder verdrehen immer die Augen, wenn ich dazu dann anfange zu tanzen und irgendwie mitzusingen.
00:07:20: aber ist so müssen sie durch!
00:07:22: Und da musst du jetzt auch durch.
00:07:24: hier kommt Roxette mit Faying Like a Flower.
00:10:52: Das war ein Song meiner Kindheit, Rockset aus dem Jahr.
00:10:57: Ich hätte noch diverse andere Songs mitbringen können.
00:11:00: Ich muss dazu sagen z.B.
00:11:01: Dangerous stand eine ganze Zeit lang auf unserer Party-Playlist immer wenn wir so aufm Kiez in irgendwelchen Kneipenfeiern waren und das Jukebox gab also unsere Stammlocation Seilerhütte weiß ich immer noch war das die vier fünf zero zwei Dangerous von Rockset.
00:11:19: Also mittlerweile sehe ich es selber auch so im Nachendein als Kleines Guilty Pleasure, aber wie gesagt als Kind habe ich es mega abgefeiert.
00:11:26: Und ja so was bleibt dann doch hängen warst du die erste?
00:11:29: große musikalische Leidenschaft war.
00:11:31: Mittlerweile ist ja Per, der Gitarist nur noch alleine ergeht mit anderen Sängern als Projekt irgendwie Rockset noch auf Tour und ich glaube eine Freundin hat sich das sogar mal vor ein paar Jahren gegeben.
00:11:45: also darauf würde mich jetzt zum Beispiel gar nicht mehr reizen.
00:11:48: Also das ist halt das Kindheit abgeschlossen finde immer nochmal ganz lustig aber ich würde mich mir kein Konzert davon geben.
00:11:56: Ja, es ist halt immer gleich... Also ich glaube das ist so ab und zu mal ein Song wieder in diese Zeit dann ist man so dramatisch.
00:12:02: Man hat gleich die Moves, die man kennt aus Dirty Dancing.
00:12:06: Aber ich denke also dass was mich jetzt interessiert ist weil du hast Du hast gesagt, du hast eine Kassette gehört.
00:12:12: Hast du die damals einfach aufgenommen?
00:12:14: Weil das war ja auch noch so ein Ding.
00:12:16: Ja, das war auch ein Ding.
00:12:17: aber es gab wie dann die Alben auf CD raus kamen, gab sie vorher halt auf Kassett.
00:12:22: Ich habe zum Beispiel von der Nachbarin meiner Eltern auch meine Scorpions-Kassette geschenkt bekommen und ich glaube David Hasselhoff hatte ich auch also nicht.
00:12:30: Das war dann halt das ganze Album.
00:12:32: Auf Kassetto ist halt wenn man einen Track da nochmal hören musste muss man spulen bis zu der richtigen Stelle.
00:12:38: Und hast du die dir dann selber gekauft oder wurde die dir geschenkt?
00:12:42: Das
00:12:42: weiß ich nicht mehr.
00:12:44: Vielleicht
00:12:44: habe ich mir sie auch zum Geburtstag gewünscht.
00:12:47: Ja, und was hattest du denn so einen Kopf bei dem Song?
00:12:50: Weil du hast ja den Text nicht verstanden.
00:12:52: kannst du dich noch erinnern?
00:12:53: Nein das
00:12:53: weiß ich jetzt nicht.
00:12:54: Hat sich
00:12:54: dazu gedacht wie?
00:12:55: ich glaube mich hat irgendwie so einfach der hat ja schon irgendwie Schmiss.
00:13:01: Es ist ja kein Klasse, so eine Mischung aus Pop-Rock.
00:13:04: Das ist nichts halbes und nichts ganzes nicht richtig poppen oder richtig rocken.
00:13:07: aber ich glaube die Energie hat mich einfach gecatcht ohne es zu verstehen.
00:13:12: also der Text ist immer noch auch.
00:13:15: Also da denkt man ja nicht drüber nach über den Text.
00:13:17: Nein, es geht ums Gefühl!
00:13:20: Zumindest bei dem Song denkt man nicht über ein Text nach.
00:13:23: Dramatische Leidenschaft...
00:13:24: Wie geht's in deinem Leben weiter?
00:13:26: Mit welchem Song?
00:13:27: Ja
00:13:27: ich glaube also so meine Kindheit war halt viel von meinen Eltern geprägt natürlich was die gehört haben und dann sich Jugendlich wurde war es dann so indie rock und halt auch so sechziger Jahre viel siebziger jahre auch psychedelik Ja, The Wellwood Underground.
00:13:42: The Doors Pink Floyd oder auch so Folk habe ich auch viel gehört Nick Drake und meine absolute Lieblingsband war ganz lange Radiohead.
00:13:52: die hab' ich auch sehr oft gehört.
00:13:54: Schön ja!
00:13:55: Und es war sehr schwierig sich zu entscheiden sowas was ich für diese Zeit mitnehme.
00:13:59: aber damals gab's in unserer Sekundarstufe eine Schulband und das war das erste Mal wo ich so Banderfahrungen gesammelt habe Und mit zwei von denen habe ich mich sehr gut verstanden und wir haben dann auch sehr viel Musik ausgetauscht.
00:14:12: Da hat mir der Gitarist die Strokes gezeigt, genau das hat mich sehr, sehr mitgenommen und vor allem ein Track war so meine Einführung den kennst du vielleicht auch Reptilia.
00:14:25: Hören wir mal rein!
00:14:26: Ja
00:14:27: hier kommt eine Stroke mit Reptilian.
00:17:52: Das waren die Stroks mit Reptilia bei ihnen so cool, also das hat mich auch so geparkt.
00:17:59: Diese rhythmischen Gitarren sind irgendwie immer sehr präsent und auch die Bassläufe, das gefällt mir sehr gut.
00:18:05: Die ist mir ja auch sehr aufgefallen.
00:18:06: wieder, ja?
00:18:06: Ja!
00:18:07: Und bei dem Song ist es noch so mittelmäßig ausgeprägt.
00:18:10: ich finde danach wird's dann teilweise fast noch spannender.
00:18:13: die anderen Tracks aber dass hat mich halt so damals so gehuckt das war so meine morning routine das zu hören und auch Julian Casablanca fand Er singt immer wie wenn er schlafen würde, er ist so vermixen.
00:18:33: Ja also ich hab jetzt irgendwie... wir haben uns ein bisschen durchgeklickt hier durch den Albumkatalog von The Strokes da ist man ja auch gefallen.
00:18:40: Also ich kenne wohl irgendwie so ein, zwei Alben aber nicht alle Songs und also das wäre ja auch bisschen zu viel wenn man jetzt überall mitregen könnte.
00:18:48: Du hast ja scheinbar alle Alben.
00:18:50: Die Musikrichtung war dann eine Zeit lang auch so'n bisschen Mainz, aber bei den Strokes kenn ich mich irgendwie gar nicht so gut aus.
00:18:55: Aber wie alt warst du da als du gehört hast?
00:18:57: Teenie!
00:18:58: Ja, Teenie.
00:18:58: Ich würde mal sagen so mit zwölf.
00:19:01: Ja, ich glaube... Also weil ich war in der Sekundarstufe und dann haben wir halt das auch in der Band angefangen zu covern oder zumindest versucht
00:19:09: Ja, ist ja auch nicht so einfach.
00:19:11: Nee also ich habe auch erst da dann angefangen Gitarre zu spielen weil eigentlich hab' ich immer Klavier gespielt und da war meine, oh ja, Electric Guitar!
00:19:19: Ich muss das jetzt auch
00:19:21: genau... Ja cool, wenn man mit zwölf solche Musik schon in der Schulband spielt?
00:19:24: Ja es war jetzt
00:19:26: nicht so gut wie die Strokes.
00:19:29: Wir haben's versucht.
00:19:31: Okay, mein zweiter Song kommt auch jetzt aus der Teenie-Zeit.
00:19:34: Auch da gibt es viele Überschneidungen.
00:19:36: Zumindest mit dem was du anfangs gesagt hast dass du auch viel so sechziger, siebziger gehört hast.
00:19:40: das war ich nämlich auch.
00:19:42: Also ich war da irgendwie ein bisschen anders unterwegs.
00:19:44: also ich hatte klar auch diese popmäßigen Bravo Hits CD Sampler die's gab und hab mir auch MTV und Viva und alles ganze diese Charts Videos alle so reingezogen Und den Euro Dance Pop Dan in neunzigern dann so in war auch auf den Samplern mal rein gezogen.
00:19:58: aber meine Leidenschaft gar nicht.
00:20:01: Die habe ich dann auch eher so im Punk, deutschsprachigen Punk die frühen Album von den Ärzten Toten Hosen und so gehabt und dann halt irgendwann auch die Alldie Zeit.
00:20:09: also da bin ich richtig tief reingegangen.
00:20:11: Also Beatles natürlich Bob Dylan Simon Gaffankel all sowas Kristallisierte sich dann noch mehr so diese Flower Power Woodstock-Zeit raus, hatte dann auch Woodstock das Konzert den Film dazu auf VHS-Kassette aus dem Fernsehprogramm aufgenommen.
00:20:33: Und stellvertretend für die Zeit habe ich jetzt einen Song mitgebracht, den ich wirklich immer noch ganz großartig finde und es macht auch sehr viel Spaß, den mitzusingen.
00:20:41: Auch am Ende der improvisierten Teil und zwar Janice Joplin und zwar Mia & Bobby McGee Ben Rudt, waiting for a train.
00:20:53: When us feeling ears faded as magic.
00:20:59: Bobby Thumb to Diesel Dan, just so far away.
00:21:04: And wrote us all the way into New Orleans.
00:21:10: I pulled out of my dirty red bandana.
00:21:15: Ice playing soft while Bobby sang the blues.
00:21:44: when
00:21:49: she'll
00:22:05: wipe her sweat and time is
00:22:56: holding.
00:25:05: So, das war jetzt mal eine viereinhalb-minütige Zeitreise zurück in die Siebziger Janis Joplin mit Me and Bobby McGee.
00:25:13: Der Song wurde schon neunundsechzig von Chris Christofferson geschrieben Und war ursprünglich mehr so ein Country-Song, der von irgendwem anders vorher auch schon mal aufgenommen wurde.
00:25:24: Janis Joplin hat ihn dann in den Jahr neunzehntundhundertsiebzig aufgenommen.
00:25:27: Dann ist sie allerdings leider verstorben mit nur siebenundzwanzig Jahren irgendwie an Drogen und erst nach ihrem Tod ist der Song dann auf Ihrem Album Perl neunzenthundertseinundsiebtzig erschienen.
00:25:37: Wurde dann quasi so zum ... Vermechnis ihrer Karriere.
00:25:40: und auch ihr einziger Nummer einset in den USA.
00:25:43: Und ja, er gilt heute als einer bekanntesten Songs der Rockgeschichte geht um Liebe Freiheit die Reise durchs Land dieser ganze Teil am Ende.
00:25:52: Den hat sie improvisiert dieses Lalalala irgendwie.
00:25:55: da sind wir ordentlich Gas gegeben.
00:25:57: und Ja irgendwie ist dieser Song finde ich also es viel mehr schwer eine Auswahl zu treffen.
00:26:02: Ich hätte auch diverse Songs von den Beatles oder keine Ahnung was.
00:26:05: Tausend Songs hätte ich an dieser Stelle nehmen können.
00:26:08: Sollte jetzt irgendwie stellvertretend sein für diese komische Uldi-Phase in meinem Leben, die ich als Teenager wirklich viel privat gehört habe.
00:26:16: und lustigerweise, als ich da mit dem Studium so fast fertig war, hab' ich ja einen Voluntariatsplatz bei einem Uldisender hier in Hamburg angeboten bekommen – in der Musikredaktion bei Uldii-Vinneunzig damals.
00:26:26: Und dann somit Mitte zwanzig hatte ich dann plötzlich wieder dieses, das ist zwei Jahre lang ... Und ich glaube die Kollegen und Kolleginnen dort im Sender haben sich auch ein bisschen gewundert, warum ich so viele Songs mitsehen konnte.
00:26:37: Weil ich sie ja einfach aus meiner Teenie-Zeit alle schon kannte!
00:26:40: Ich habe dann auch immer Lauthaltsmitgetrelle hat und hatte auch diverse Interviewmöglichkeiten irgendwie im Laufe des Voluntariates.
00:26:45: Irgendwie mit so Stars wie Roger Taylor von Queen oder Roger Waters von Pink Floyd und Highlight Paul McCartney.
00:26:54: Wow, so cool, Michael.
00:26:55: Ich bin richtig neidisch!
00:26:56: Da hatte ich auch ganz großen Respekt als ich danach Köln gefahren bin zum Interview.
00:27:03: Ja also es ist jetzt irgendwie cool das erlebt zu haben und cool dass einem dann irgendwie auch so durch den Job und irgendwie private Einflüsse die du ja auch hast aus der Kindheit von den Eltern und so irgendwie dass einem da so große Welten offen gelegt werden und man in so verschiedene Musikrichtungen.
00:27:22: Ich bin gespannt, wie es bei dir weitergeht.
00:27:25: Ja, ich find's auch spannend, dass du eine Seventies-Vase hast und diese Zeit war von Umbrüchen geprägt.
00:27:32: Deswegen vielleicht begeistert ist uns heute noch so ... Und ich hatte das eher in meinen Teenagerjahren.
00:27:40: Ich hör heute noch Windage Sachen oder Oldies, wie man sie nennt.
00:27:44: Aber ich hatte dann auch ne Öffnung mehr in den modernen Indiepop wo ich dann so entdeckt habe, was es alles auch an neueren Bands gibt.
00:27:53: Die coole Sachen machen.
00:27:54: und eine Band die wurde mir vorgestellt damals von meinem Musiklehrer und also eigentlich in der Schule ja genau sein Sohn weil er hat eine Stellvertretung gemacht Und die beiden waren immer voll wichtig für mich als Kind Weil ich mich da ein bisschen austoben konnte in der Band und so.
00:28:10: und er hat mir dieses Duo vorgestellt das kennst du vielleicht auch.
00:28:12: die sind immer noch aktiv.
00:28:14: Beach House
00:28:16: Ja
00:28:16: Genau.
00:28:17: Und das war so ... Ich hätt es
00:28:18: jetzt nicht als Duo verordnet, aber
00:28:20: ... Ja, sie sind zu zweit!
00:28:21: Also ja und ich müsste noch mal nachgucken vielleicht ist da auch eine Band dabei.
00:28:25: Vielleicht
00:28:26: gibt's dir auch Beach People und Beach ... Weiß ich nicht?
00:28:30: Vielleicht hab' ich das auch für mich gemacht.
00:28:32: The Beach Boys.
00:28:34: Yeah, das ist Beach House und Sie machen halt sehr so Dream Pop und so große Klanglandschaften elektronisch Und da gibt es einen Song, zu dem habe ich auch immer dann ... Ich hatte da so eine Freundesgruppe.
00:28:46: Und einer davon, der hatte so eine Sternlampe und mit der konnte man die Sterne an die Decke projizieren.
00:28:52: Dann haben wir abends gekifft und Musik gehört und sind auf den Bett gelegen und haben diesen Song gehört.
00:28:57: Und dann
00:28:58: die Sterner geguckt
00:28:58: dabei?
00:28:59: Das ist meine Erinnerung!
00:29:01: Gut, dann fühlen wir uns da jetzt mal voll rein...
00:29:03: Das ist Space
00:29:04: Song
00:29:04: von Beach House.
00:33:45: Und ich finde er klingt auch so total nah.
00:33:47: Auf jeden
00:33:47: Fall!
00:33:49: Also auch, was du davor gesagt hast mit der Sternlampe und ihr habt was geraucht davor.
00:33:53: Und dann da rein guckt.
00:33:54: also Besserung Song für diese Situation gibt es wahrscheinlich nicht oder
00:33:58: ja das habe ich so gefühlt.
00:33:59: also zu dieses Bild dass sich damit verbinde Ja, und die ... Wir haben jetzt ja gerade noch mal geguckt.
00:34:06: Sie sind glaub ich zu dritt.
00:34:07: in den Videos sieht man halt oft nur zwei.
00:34:09: deswegen dachte ich.
00:34:10: Keine Ahnung
00:34:10: vielleicht ist da irgendwann auch noch jemand dazugekommen bis ja auch manchmal so?
00:34:13: Die sind auch schon super lange aktiv Und Space Song ist von Zwei Tausend Fünfzehn Also ist der erschien.
00:34:20: Und lustigerweise hatte der grade jetzt so ein Revival also ich glaube so zwei drei Jahre vor zwei drei Jahren also wo es auf TikTok auch dann wieder so viral ging viele Videos mit diesen Samples gemacht wurden Und es gibt auch ganz viele Pop- und Rapartists, die Beach House sammeln in ihren Beats.
00:34:38: Was ich auch spannend finde... Also ich glaube sie waren irgendwie doch noch prägend für viele Leute.
00:34:44: Ja!
00:34:45: Ich will mein Herz ein bisschen den oldie Background.
00:34:48: doch auch weil sie haben irgendwie trotzdem so ein nostalgisches ...
00:34:52: Ja, ich hätte jetzt fast auch ein Song von Fleetwood Mac raus mitgebracht irgendwie everywhere.
00:34:59: Dieses flirrende Spacey Good zum Beispiel hab' ich da auch wieder gesehen und diese zarte Stimme dazu.
00:35:05: Ja genau es ist so bisschen dieses Statik also klanglich Und was ist bei dir?
00:35:12: Jetzt geht es ein bisschen brachialer weiter.
00:35:14: Ich habe jetzt so einen Song mitgebracht aus, wo ich würde sagen Mitte zwanziger und das ist gar kein Song von dem ich jetzt sagen würde, ich höre ihn mega oft.
00:35:23: Es sei denn dass Handy meines Mannes klingelt weil das ist sein Klingelton.
00:35:27: Ansonsten mache ich den Song eigentlich gar nicht besonders an aber er verbindet lustigerweise und darum hab' ich ihn mitgebracht drei Dinge die ich irgendwie mag oder mich auch ausgemacht haben und jetzt noch ausmachen.
00:35:40: Also einmal diese Punk-Geschichte, die ich in meiner Jugend hatte dann FC Sankt Pauli und auch Die Liebe zur italienischen Sprache und italienische Musik.
00:35:50: Und vielleicht kennst du die Band?
00:35:52: Weil sie kommt aus der Heimatstadt deines Freundes aus Venedig.
00:35:56: Es ist eine Punk-Band oder Punk-Scarband aus Vinedig und zwar TALCO, die gibt es schon seit twenty fünf Jahren.
00:36:03: Und ja, sie haben eine sehr antifaschistische Haltung.
00:36:07: Haben eine sehr enge Beziehung zum FC Sankt Pauli Feiern auch zB alle oder die meisten ihrer Release Partys von den Alben am fünfundzwanzigsten April was der Tag der Befreiungen Italien vom Faschismus ist.
00:36:18: also das sagt schon viel so über die politische Einstellung der Band aus.
00:36:23: und ich sage Ich würde mal sagen wir hören mal rein.
00:36:26: und danach sag ich noch ein bisschen mehr dazu.
00:36:28: hier sind Teiko mit Sanktauli Soll auch nur die eine Strade, una gada di folia Controsi pariamaro dell'axenofobia Canti dagonismo di emozioni da spartir
00:36:40: Di corillastricati
00:36:42: di coscienza e da venir Tanto su la storia di giorni conquistarti figli del sanpole Tato su la gloria.
00:38:55: Das war italienisch das habt ihr gehört und trotzdem kam das wort sank pauli darin vor.
00:38:59: Und dass hat einen grund und zwar die italienische punkts gar bänd taiko, die sind große sank pauli fans.
00:39:06: seit.
00:39:06: Zwei tausend acht verbindet die band eine enge freundschaft mit dem fc sank pauli und dann haben sie ihm den vereinen im gleichen jahr halt auch diesen song gewidmet und das war so.
00:39:17: zu einer zeit Ende der Zwei-Tausender war ich einfach sehr viel im Stadion bei allen Heimspielen mit meinem Mann.
00:39:25: Und wir waren sehr viel mit so einer Handballgruppe vom FC Sankt Pauli auch unterwegs und haben sehr viel gefeiert, da lief dann im Jolly Roger oder so auch mal solche Musik.
00:39:34: Und in dem Jahr zwei Tausendzehn wurde dann der Aufstieg vom FC St.
00:39:37: Pauli in die erste Bundesliga großgefeiert und das war dann auch noch das Jubiläumsjahr.
00:39:42: Sanktauli wurde ja Jahr neunzehntnach zehn gegründet.
00:39:44: Das hundertjährige Vereinsbestehen gab es ein mega großes Konzert.
00:39:56: Die Band verbindet immer noch viel mit Hamburg auch.
00:40:00: Das habe ich jetzt nachgelesen oder gesehen bei Instagram.
00:40:03: Am neunten Januar werden sie ein neues Album rausbringen, Freak und die Release Show wird hier in Hamburg stattfinden.
00:40:08: In der großen Freiheit also da ist doch noch ein enger Bezug dazu da.
00:40:12: und wie gesagt ich höre diesen Song jetzt nicht mehr mega oft es sei denn das Handy wie gesagt von meinem Mann klingelt aber er verbindet halt so viele Sachen.
00:40:20: Ja, diese Zeit
00:40:20: auch damit?
00:40:21: Genau.
00:40:22: Diese Zeit und dass ich dann irgendwann später darauf komme ich dann im Laufe dieser Sendung nochmal zurück irgendwie so eine Leidenschaft für italienische Musik entdecken werde oder aufbauen werde das habe ich zu dem Zeitpunkt noch nicht geahnt aber jetzt zurückblickend ist es lustig weil es halt so wie schon meinte irgendwie den Punk und St.
00:40:38: Pauli und das Italienische alles verbindet.
00:40:40: Ja, also ich finde Talco sehr cool.
00:40:42: Die laufen auch auf und zu bei uns auf Bluetooth aber ich find' den Song den kannte ich nämlich noch gar nicht.
00:40:48: Ich wusste nicht dass sie in St.
00:40:49: Paulinon gemacht haben Und ich find's auch sehr spannend das da so eine Verbindung ist.
00:40:54: irgendwie Also gerade zwischen Fenedig und Hamburg.
00:40:58: Letztes Mal war auch Giovanni hat irgendwelche Leute kennengelernt.
00:41:00: Und dann, als sie rausgefunden haben, dass er aus Venedig ist, haben Sie gleich einen Chat, die haben so ein gemeinsames Chat mit dem FC Venecia reingeschrieben.
00:41:09: Erkennt ihr den Typen und so?
00:41:13: Ich glaube, die politische Haltung verbindet einem ... Und auch so dieser Sound ist immer das Piratentum.
00:41:20: Das sind Städte am Wasser, Städten mit vielen Brücken von der Seefahrt geprägt.
00:41:25: Da gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten
00:41:27: mehr.
00:41:27: Ja und auch perfekt um Party auf der Straße zu machen.
00:41:31: Mit allen halt inklusivs.
00:41:34: Das finde ich sehr cool!
00:41:37: Du bist wieder dran, Rahl?
00:41:39: Ich habe ein bisschen was anderes dabei und zwar jetzt machen wir wieder eine Reise in die Sechziger-Siebziger aber dieses Mal nicht Musik, die man vielleicht hier kennt.
00:41:47: Sondern es ist ein Song aus der Türkei.
00:41:50: Weil das verbinde ich so ... Also ich hab eine Zeit lang halt als Betreuerin in Asylzentren gearbeitet und das war für mich musikalisch so krass weil sich da so ne Welt geöffnet hat.
00:42:01: Weil wir halt oft dann auch untereinander so... Ich habe oft mit den Leuten auch getanzt und so Betreuungsangebote gemacht und da kommt man in Austausch halt auch von Musik Und da hat sich so viel geöffnet von Tonalitäten oder Rhythmen, die man sonst nicht kennt.
00:42:16: Eine Zeit lang war ich dann auch oft beherbergt quasi weil ich gerade keine Wohnung hatte von zwei kurdischen Friends und wir haben oft zusammen gefriestückt und dann viel türkisch-kurdische Musik gehört.
00:42:30: Da gibt es diese Zeit... wo ich finde, da kann man so ein bisschen gut reinkommen.
00:42:34: Weil es gibt halt viel Vermischung zwischen dem Rock oder auch den eher poppigen Songs von damals mit auch westlicher Musik und das ist dann eine gute Einstiegsmöglichkeit.
00:42:45: Also das ist jetzt ein Song aus den Sechzigern?
00:42:47: Genau!
00:42:47: Und der kommt von Lala Bölküs Ich hoffe ich habe's richtig ausgesprochen und er heißt Umut
00:43:04: Und wenn du dich anspruchst, dann wirst du aufhören.
00:43:21: Wenn du nicht ein Freund bist, dann findest du es nicht.
00:43:45: Ein Freund ist nur ein Freund und bleibt der Umgang.
00:44:02: Ich bin ein günstiger Geist in der Nähe von der Sonne.
00:44:21: Meine alten Freunde sind jetzt woher sie sind.
00:44:47: Sonra, sonra ne hale oldum bulamadımki.
00:45:02: Aşır yol taşın aslanahsının gelmez ilacısının
00:45:25: gelmaz ilacı.
00:45:35: Üstündeki geysiler senin eskinde Eski dostlarım şimdi nereler dedin.
00:46:11: Das war Lalle Belküs mit Uj.
00:46:15: Und Lalle Bölküs ist eine Legende in der Türkei, also die lebte man noch und in den fünftiger Sechzigern war sie Modelsängerin und Schauspielerin?
00:46:23: Wow!
00:46:23: Ein richtiger
00:46:25: Star in
00:46:25: der Türkei.
00:46:26: Ja,
00:46:26: genau!
00:46:27: Sie war so die Fam Fatal, so die Brigitte Bardot von ... ja, in der Türkai.
00:46:32: und gleichzeitig war sie auch sehr politisch.
00:46:34: also sie war allgemein sehr feministisch unterwegs weil sie finanziell unabhängig war und sexuell selbst bestimmen.
00:46:42: und gleichzeitig hat sich auch immer wieder in den Texten politisch eingesetzt.
00:46:46: Und Umut ist eigentlich getarnt als liebes Lied es aber gleichzeitig eine Klassenkritik.
00:46:53: Und zum Beispiel Hoffnung, Umut heißt Hoffnung.
00:46:57: Das Brot der Armen ist so ein Ding das immer wieder vorkommt und dann beschreibt sie auch so'n bisschen die Situation zwischen den beiden Klassen.
00:47:08: Also die zwei, die verliebt sind kommen aus verschiedenen Backgrounds.
00:47:11: Und das war damals sehr schwierig weil es war sehr gespannt in der Türkei.
00:47:15: also Spannungen politisch zwischen konservativen und halt eher progressiven sozialistischen Und da wurden sehr viele Songs hinsiert und sie hat das oft geschafft, dass sie so ein bisschen schwammig blieb.
00:47:28: Ja
00:47:28: man könnte meinen es ist ein Liebessong aber eigentlich steckt ganz viel mehr dahinter.
00:47:31: genau
00:47:32: Ja, und das fand ich sehr cool.
00:47:33: Das war so einer der Songs den wir oft gehört haben.
00:47:36: Ja verstehst du denn vom Text ein bisschen was sonst?
00:47:39: Nee also ich muss natürlich alles übersetzen.
00:47:41: Ich habe damals so ein paar Wörter gelernt und ich glaube auch der Klang der Sprache ist mir vertraut weil ich mittlerweile auch viel Musik auf Türkisch höre.
00:47:50: aber ich könnte es...
00:47:51: ist ja auch eine ganz Ungewöhnung.
00:47:52: Also, wenn man sonst so romanische Sprachen vielleicht hier aus dem westeuropäischen Raum kennt, französisch-spanisch-, italienisch oder so ... Oder einem das holländische irgendwie... Das kann man ableiten, eine Mischung aus englisch und deutsch, aber das ist einfach noch mal ganz anders von den lauten.
00:48:07: Ja, sehr schön!
00:48:07: Und ich kann auch verstehen was du meintest dass das so den Einstieg.
00:48:10: also weil Zeit aus der Musik irgendwie war ja sowieso so sehr fokig und da wurden ja auch in westlicher Musik, wenn es zum Beispiel aus den USA kamen oft Eine Sita eingesetzt.
00:48:23: Genau, so Saige der Leckhalt hat das auch viel aufgegriffen.
00:48:26: So traditionelle Instrumente ... Hat mir sehr gut gefallen!
00:48:29: Auch wenn ich kein Wort verstanden habe, hat es einen schönen Flow gegeben.
00:48:34: Ihre Stimme ist ja ganz beruhigend gewesen.
00:48:36: Also hat eine sehr angenehme warme Stimme und der Hintergrund war ein bisschen aufwühlend fand ich.
00:48:45: bisschen nervös gemacht, aber im positiven Sinn nicht.
00:48:49: Weißt du was zu dir war?
00:48:50: Jetzt kommt so... Musik aus der Phase, wo ich angefangen hab.
00:48:57: Mein Reportoir noch mal ein bisschen zu erweitern.
00:49:00: und zwar muss ich ja sagen da ich ein bisschen älter bin war man vorher immer so angewiesen auf was im Plattenregal in den CD-Laden stand oder was auch so ein Sampler mit drauf war oder vielleicht in irgendeiner Zeitung mal mit angepriesen wurde.
00:49:11: aber dieses selber recherchieren im Internet was die große weite Welt musikalisch zu bieten hat das kam dann erst zur Anfang der zweitausender auf.
00:49:22: Hab ja das große Glück, schon seit zwanzig Jahren in Musikredaktion zu arbeiten.
00:49:26: Aber erst wie gesagt so oldiemäßig dann irgendwie Pop'n und irgendwie Pop-Rock, Classic Rock alles war halt immer sehr doll.
00:49:32: Dann auch bestimmt von den großen Hits von Charts und die großen Songs, die man kannte.
00:49:38: Und als dann so Anfang der Zwei Tausende auch so ein Programm Last FM, hieß das glaube ich aufkam?
00:49:43: Das war noch vor Spotify wo man so Musik ... ganz neue Horizonte sich plötzlich aufgetan haben.
00:49:50: Und man sich so durchklicken konnte und Menschen gefunden haben, die einen anderen ähnlichen Geschmack haben, kam ich halt auch erst irgendwie mehr auf diese Indie-Schiene.
00:49:57: Da war dann ja grad in Großbritannien und auch in Amerika dieser New Folk sehr angesagt.
00:50:03: So Bright Eyes The Shins das erste Lükeli Album Feist und also was so diese Indiproduktion der Frühlingen zweitausender.
00:50:12: Aus der Zeit habe ich ein Song gemacht mitgebracht von der Sängerin Laura Marling, die ja immer noch künstlerisch viele Alben rausbringt und auch sehr angesehen ist.
00:50:23: Das ist jetzt einer ihrer ersten Songs – da war sie erst sechs in siebzehn Jahre alt als sie den geschrieben hat.
00:50:29: Der heißt New Romantic, es ganz reduziert nur Laura Marlin und ihre Akustik-Gitarre und ich finde ihn immer noch wunderschön!
00:50:36: I know i said i loved you, but im thinking i was wrong.
00:50:39: Im the first to admit that I'm still pretty young and I never meant to hurt you when I wrote your ten
00:50:45: love
00:50:46: songs.
00:50:49: But a guy that could never get his girlfriend was pretty fair And everyone who knew her loves her.
00:50:54: so
00:50:55: And made
00:50:56: you leave her for me now feeling pretty mean But my mind just fucked me over more times
00:51:01: than any man
00:51:02: could ever know.
00:51:06: Maybe I should give up giving Give up trying to be thin.
00:51:12: Give up and turning into my mother.
00:51:16: God knows I love
00:51:17: her And
00:51:19: i'm sorry too, whichever man Should meet my sorry state.
00:51:25: Watch my steady
00:51:27: lonesome gate.
00:51:29: Be aware...I will never love a man Cause loving pain go hand in hand And I can't do it again.
00:51:40: So we stayed up day one night To try and get our problems right But I couldn't get into his head.
00:51:44: Just what was going through my mind Thinking you how i was going?
00:51:48: He put Brian
00:51:49: Adam's on,
00:51:50: I think he thinks it makes me weak.
00:51:51: It only ever makes me strong.
00:52:04: Michael
00:52:10: told
00:52:10: me not to tell about how much do you love your fellow.
00:52:13: I don't know more every day, Not in
00:52:17: this euromantic way.
00:52:24: Please be my first love.
00:52:37: Sorry
00:52:37: to whichever man should meet my sorry
00:52:42: state.
00:52:43: Watch
00:52:44: my steady
00:52:45: lonesome gate
00:52:46: and be aware I will never learn, cause i've been playing.
00:52:53: go hand in hand and I can't do it again.
00:52:57: And because I could never hurt a man knowing the new romantic
00:53:05: way Ja, manchmal reicht einfach eine wunderschöne Stimme wie ich finde und so ne schöne Akustik-Gitarre die sie ja auch ganz hervorragend spielt.
00:53:15: Laura Marling haben wir hier gerade gehört mit ihrem Song New Romantic aus dem Jahr zwei Tausend Sieben.
00:53:20: das war einer ihrer ersten Songs.
00:53:22: Mit nur sechzehn siebzehn Jahren hat sie ihn geschrieben Und der kam auch noch vor ihrem ersten Album raus.
00:53:28: also irgendwie da kamen Zwei tausend sieben auf der EP My Maniac und I So heißt die IP raus und danach gab es dann erst Debütalbum.
00:53:37: Mittlerweile, sie macht immer noch Musik hat sie acht Alben und galt damals so als Schlüsselfigur der Londoner New Folk Szene hat irgendwie auch mit Mumford & Zanz damals was zusammen gemacht.
00:53:48: oder Noah the Whale and The Whale.
00:53:50: Oh Gott wie verschlucke ich heute hier irgendwie mal Wörter!
00:53:53: Ja und Sie wird heute immer noch als Künstlerin gefeiert und ich finde den Song einfach sehr schön.
00:53:59: Also ich find's auch richtig beeindruckend so ihre Stimme.
00:54:02: Hat so viel Reife schon mit Das ist echt krass.
00:54:07: Also auch der Text... kann man so ein bisschen draufschließen, dass sie noch jünger war.
00:54:11: So von dem was die halt singt und ...
00:54:13: Die erste Liebe?
00:54:14: Ja!
00:54:14: Und dann vielleicht sollte ich ihn einfach vergessen.
00:54:18: und aber uns halt so.
00:54:19: was ist denn Liebe?
00:54:20: und wie soll das finde ich merkt man so'n bisschen, aber trotzdem gut erzählt.
00:54:25: Aber die Stimme da hätte ich nie gedacht, dass das eine sechzehnjährige ist.
00:54:29: Ich find auch vom Songwriting irgendwie schon sehr weit.
00:54:32: Also irgendwie diese Tempowechsel, die sie da drin hat Wie gesagt, er hat ja gar keinen riesenmusikalischen Aufbau und trotzdem wechselt der durch.
00:54:41: Dass das mal langsamer wird und sie dann wieder fahrt auf einem Wechsel ist dadurch so kleine Sachen.
00:54:45: irgendwie hört man kann man den so gut durchhören und Ja es die ganze Zeit so berührt davon.
00:54:51: Man versteht auch gut was sie singt.
00:54:52: also ich finde eh dass allgemein folk ja auch cool dass man so Geschichten erzählen kann und beim new folk finde ich das auch.
00:55:00: Also ich hab auch viel New Folk gehört.
00:55:02: Und ich find das immer auch bei Bright Eyes und so, das sind so Songs die sind super lange aber man bekommt halt was erzählt.
00:55:08: Man kann sich so rein fühlen.
00:55:11: Ja
00:55:11: genau.
00:55:12: Fühlen wir uns an deiner nächsten Song rein?
00:55:14: Ja!
00:55:15: Das ist eigentlich mein letzter und es wird eher kurz.
00:55:18: also Ich verbinde den sehr stark mit meinem jetzigen Partner.
00:55:22: Also das italienischsprachige Song, das wird dich vielleicht freuen.
00:55:26: Und ich habe ihn eigentlich schon vorher gehört also diesen Komponisten und Musiker Andrea Laszlo de Simone.
00:55:32: Weiß nicht ob dir das was
00:55:33: sagt?
00:55:33: Nee vom Namen jetzt nicht.
00:55:34: Könnte die noch gefallen!
00:55:35: Ich finde er hat sehr viele verschiedene Alben, die alle so ein bisschen etwas Gemeinsames haben klanglich sie sind alle ein bisschen retro und teilweise auch sehr viel Field Recordings.
00:55:47: aber es hat immer auch viel Indium Pop drin.
00:55:50: Und ja, es gibt einen Song den wir auch ab und zu mit der Gitarre in der Küche spielen.
00:55:55: Den habe ich jetzt dabei Fiora Mio von André.
00:56:11: Das war Fioro Mio vom Andrea Laszler des Simone und Mike und ich haben jetzt gerade... Bilder von, wie heißt das?
00:58:57: Locorotondo.
00:59:00: Ja, das ist... Ich erzähle auch gleich noch was über Süditalien.
00:59:03: auf jeden Fall kenn ich den Ort und da wird er demnächst auf einem Festival in einer Masseria spielen Und wir haben uns beide so vorgestellt Wie schön es wäre jetzt in so ner Maserian-Konzert mit so ner Musik Hach!
00:59:14: Let's take a flight!
00:59:16: Auch zum Locosfestival nach Südtalien.
00:59:19: Das wär jetzt wunderbar.
00:59:21: Aber ja Wir müssten hier arbeiten und weitermachen.
00:59:24: Und ja, es gibt nicht mehr so viel Zeit.
00:59:28: Das war sein erstes Album glaube ich, Uomo Donna, das so ein bisschen größer war und da ist er noch sehr poppig unterwegs aber man hat's am Schluss so ein bißchen gehört.
00:59:37: Es geht dann in diese Klangübergänge wo er mit Field Recordings auch arbeitet und deswegen finde ich seine Arbeit allgemein sehr spannend.
00:59:46: der ist immer so abwechstungsreich ist und er arbeitet als Album oft als Gesamtkunstwerk
00:59:52: Konzeptalben.
00:59:54: Also ich weiß nicht, ob viel Konzept dahinter ist.
00:59:57: Aber man kann es an einem Stück dann so durchhören und dran
01:00:01: kommen.
01:00:01: Es gibt immer so fließende Übergänge zwischen den Songs.
01:00:04: Genau.
01:00:05: Und das sehr cool!
01:00:06: Er spielt fast alle Instrumente selbst ein, hat natürlich auch immer Kollaps... ...und er hat auch schon Filmmusik gemacht für einen französischen Film.
01:00:18: Ja, ich würde mal reinhören.
01:00:20: Ich finde das sehr vielseitig.
01:00:21: Also
01:00:21: mir gefällt es auf jeden Fall.
01:00:22: Wir haben ja sowieso schon ein paar Überschneidungen trotz der zwanzig Jahre Altersunterschiede gemerkt.
01:00:29: und jetzt mein letzter Song ist nämlich tatsächlich auch italienisch.
01:00:32: sprachlich lustig wie sich das hier irgendwie auch im Laufe der Entwicklung so überschneidet.
01:00:39: Genau, mein Song stammt gar nicht von einem Italiener ist aber trotzdem italienisch sprachig und zwar Erlend-Eu, der ist ja eigentlich Norweger den fand ich immer schon gut.
01:00:49: also mit allen Projekten die er gemacht hat mit Kings of Convenience das ist so ein Gitarren-Duo oder auch White Boy Alive finde ich auch großartig irgendwie was da rauskommt.
01:01:00: und als der dann Erlendoi nach Sizilien gezogen ist dort lebte er auch immer noch Musik zu machen, dachte ich wow also besser kann es ja nicht werden.
01:01:11: und seit zehn Jahren das ist dieses Jahr ungefähr so ein oder so ein kleines Jubiläum für uns.
01:01:16: Seit zehn Jahren fahren wir in eine bestimmte Region in Süditalien.
01:01:20: die haben wir zwei tausend sechzehn so für uns entdeckt und uns mega da in diese region verliebt.
01:01:24: und dieses jahr waren jetzt im zehnten jahren voll gedacht ein bisschen langweilig fast schon aber seitdem mache ich auch jedes jahr so urlaubs videos aus Handyaufnahmen immer so Urlaubsvideos, die dann aber schon so Songlänge haben.
01:01:37: So drei Minuten und der Song von Erland Oy La Plima Estate war der erste Song von unserem ersten Apulienurlaub.
01:01:45: zwei Tausendsechzehn.
01:01:46: Und da habe ich natürlich wenn ich diesen Song höre immer gleich dieses Video vor Augen als die Kinder noch klein und knuffig waren und hab dann auch mal gleich die Region vor Augen.
01:01:55: und irgendwie das war so der Einstieg in diese Liebe zu dieser Region.
01:02:00: und dann heißt der Song dazu auch noch La Prima Estate, also der erste Sommer.
01:02:05: Und das passt sehr gut!
01:02:05: Also einmal weil ich den Künstler so mag in all seinen Facetten.
01:02:11: und dann gibt es am Anfang noch ein schönes Querflötenpassage.
01:02:15: Das war ja auch früher mein Instrument was ich gespielt habe und dann noch das italienische und da geht jedes mal meinen Herz bei auf.
01:02:21: und darum hören wir jetzt als schönen sommerlichen
01:02:23: Abschluss dieser Sendung
01:02:24: Erlend euch mit La Prina Estate Normalerweise Musik-Tieresendungen, dieses Mal nennen wir es Meilensteine aus Rahel um meinen musikalischen Lebenslauf.
01:06:18: Titel der Sendung!
01:06:20: Wir haben uns hier schön abgearbeitet mit Songs von der frühen Kindheit über die Jugend.
01:06:25: Früher ist Erwachsenen alter bis heute und wissen jetzt so ein bisschen was übereinander?
01:06:31: Und die Leidenschaft für italienische Musik verbindet uns auf jeden Fall.
01:06:34: Unsere beiden letzten Songs waren italienisch, das gerade war ja noch mal Örland-Ei mit La Prima Estrate wie gesagt er ist ja kein Italiener erst Norweger lebt aber schon seit etlichen Jahren auf Sizilien und hat wie du auch schon so schön gesagt dass das deutsche Vita ordentlich inhaliert schon?
01:06:50: Ja also es klingt an der so zumindest in dem Song.
01:06:53: man schwebt Dieses Ferie-Gefühl auch.
01:06:56: Genau und mit diesem sommerlichen Feriengefühl verabschieden wir uns jetzt hier aus der Sendung, ich hoffe ihr konntet das alles so ein bisschen nachfühlen was wir gefühlt haben als wir diese Musik gehört haben.
01:07:07: und nächste Woche gibt es dann wieder eine ganz normale Sendung Musik-Tiere, in der wir uns gegenseitig unsere Songs aktuellen Songs vorstellen.
01:07:15: Und wenn ihr hier zu spät eingeschaltet habt und euch noch ganz brennt interessiert, welche Songs in der frühen Kindheit unsere Songs waren, dann könnt ihr diese Sendungen auch nochmal nachhören auf unserer Internetseite www.aheueradio.de.
01:07:27: Macht euch einen schönen Abend!
01:07:28: Tschüss.
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